AVM

Eine der häufigsten Fragen rund ums Thema Internettelefonie ist: Wie erreiche ich andere Teilnehmer und umgekehrt?

Diese Frage löst
SIP (Session Initiation Protocol).
SIP ist ein universelles Protokoll zum Aufbau von Verbindungen und hat sich als Quasi-
Standard für Internettelefonie durchgesetzt.

Ähnlich den E-Mail-Diensten melden sich die Benutzer bei einem SIP-Provider an, nur dass sie statt einer E-Mail-Adresse eine Telefonnummer erhalten.
Mit einem passenden Endgerät können die Benutzer nun über den SIP-Provider telefonieren.
 

Auf dem gleichen Wege können VoIP-Benutzer auch aus dem Festnetz angerufen werden. Alles was der Anrufer dafür benötigt, ist die Telefonnummer des VoIP- Benutzers.
Kapitel 1:
 

Wenn die VoIP-Verbindung aufgebaut ist, müssen die Sprachdaten kodiert und über das Internet ausgetauscht werden.
Dafür gibt es mehrere Codecs (coding / decoding), die sich in Qualität und Bandbreitenbedarf unterscheiden.
Die wichtigsten für VoIP sind hier aufgeführt.



Die Auswahl des Codecs erfolgt ebenfalls im Rahmen des Verbindungsaufbaus über SIP und wird durch die Endgeräte festgelegt.
Codec Bandbreitenbedarf netto Qualität
G.711 64 kBit/s
(80 kBit/s mit Header) ISDN
G.726-xx 16-40 kBit/s Mobilfunk - fast Festnetz
G.729 8 kBit/s akzeptabel
Kapitel 1:
 

Viele Kunden fragen: Warum brauche ich VoIP? Was brauche ich für VoIP?

Die Antwort auf die erste Frage ist leicht:
 

Die Voraussetzungen für das kostengünstige Telefonieren übers Internet sind denkbar einfach. Alles was Ihr Kunde benötigt sind:

1.
Ein schneller Internetzugang

2. Ein SIP-Provider für die Internettelefonie

3. Ein geeignetes Endgerät
 

Wie in Kapitel 1 gezeigt, hängt die Datenrate für eine
VoIP-Verbindung von dem gewählten Codec ab.
Für ein Gespräch in ISDN-Qualität sind z.B. 64 kBit/s erforderlich.
 

DSL ist der ideale Partner für VoIP.
Der
Upload von 128 kBit/s oder mehr reicht für zwei parallele Gespräche in Festnetzqualität.
Die
hohe Downloadgeschwindigkeit lässt dabei noch genug Spielraum für gleichzeitiges Surfen, Downloads etc.
Eine Flatrate oder ein Volumentarif bilden zudem die Grundvoraussetzung, immer erreichbar zu sein
.

Ein SIP-Provider ist Voraussetzung, denn er ist für die Nummernvergabe und den Verbindungsaufbau zuständig.
Dabei gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

1. Zusatzdienst
     Der Internetprovider bietet VoIP als zusätzlichen Dienst zum Internet-
     zugang an (z.B. 1&1, Freenet). Die Gesprächskosten werden dabei
     über die Rechnung abgebucht

2. Unabhängiger Dienst
     VoIP wird als eigenständiger Dienst angeboten (z.B. Sipgate).
     Die Anmeldung ist i.d.R. kostenlos, die Abrechnung erfolgt meist über
     ein Prepaid-System. Der Benutzer überweist auf sein "SIP-Konto" ein
     Guthaben, das er dann abtelefonieren kann.

Die Anmeldung beim SIP-Provider erfolgt in der Regel online und ist vergleichbar der Anmeldung bei einem Free-Mail-Provider:
Anmelden - Nummer aussuchen - Zugangsdaten erhalten.

Bei der Auswahl des SIP-Providers ist Beratung gefragt!
Manche Provider verlangen eine Grundgebühr oder
Mindestumsatz, bieten dafür aber günstigere Minutenpreise
oder Freiminuten für Gespräche ins Festnetz.
Neben den eigentlichen Gesprächskosten spielen daher
folgende Punkte eine wichtige Rolle:
 

• Monatlicher Grundpreis: Ja / nein?

• Einrichtungskosten: Ja / nein?

• Monatlicher Mindestumsatz: Vom Provider gefordert?

• Freiminuten ins Festnetz: Im Tarif enthalten?

• Mindestlaufzeit des Vertrags: Wenn vorhanden, wie lange?

• Rufnummernvergabe: Rufnummer im eigenen Ortsnetz möglich?

 

Sind Internet- und SIP-Provider vorhanden, fehlt nur noch ein passendes Endgerät.
Es können verschiedene Geräte, auch User Agents (UA) genannt, genutzt werden.
 

1. Soft Phones
     Das sind Programme für die PC gestützte IP-Telefonie.
     Voraussetzung
ist ein PC mit Soundkarte und Headset bzw.
     Boxen und Mikrofon.
     Durch die PC-eigene Verarbeitung der Sprachdaten kommt es bei Soft
     Phones häufig zu störenden Verzögerungen und Echos.
 

2. IP-Telefone
     Diese Telefone "sprechen" IP und werden direkt an einen Router oder
     ein Netzwerk angeschlossen.
     Der Nachteil eines IP-Telefons: Ein Gespräch über das Festnetz ist nicht
     möglich, da IP-Telefone nicht für den Festnetzanschluss geeignet sind.
 

3. ATA - Anlog Telephone Adapter
     Dieser Adapter bietet die Möglichkeit, analoge Telefone für VoIP zu
     nutzen. Er bildet das Bindeglied zwischen Telefon und IP.
     Wie auch die reinen IP-Telefone bieten die Adapter meist nur einen
     Ethernetanschluss. Die Telefone werden dadurch zwar IP-fähig,
     können aber nicht mehr für normale Festnetzgespräche genutzt werden.
 

4. Internet-Telefonanlagen (z.B. FRITZ!Box Fon)
     Diese Anlage verbindet die Vorteile von Festnetztelefonie und VoIP.
     An der Mischung aus ATA und herkömmlicher TK-Anlage können
     vorhandene analoge Telefone angeschlossen und sowohl für das
     Festnetz, als auch für die Internettelefonie genutzt werden.

 

Das Hauptargument für Internet- telefonie sind die Kostenvorteile gegenüber dem Festnetz.

VoIP zu VoIP: 0 ct/min

Deutschlandweit ins Festnetz: 1 ct/min

Deutschlandweit ins Handynetz: 19 ct/min

Ins Ausland: 9 ct/min

Die angegebenen Preise sind Beispielwerte.
Die Preise variieren abhängig vom Provider.

Behalte ich meine alte Telefonnummer? Bin ich weiterhin erreichbar?
Ja, denn VoIP ändert nichts an dem vorhandenen Festnetzanschluss. Der Kunde kriegt statt dessen eine zusätzliche Telefonnummer, über die er per VoIP erreichbar ist.

Kann ich auch aus dem Festnetz angerufen werden und umgekehrt?
Ja, spezielle Gateways beim Provider regeln die Kommunikation zwischen dem Internet und dem Festnetz.

Muss ich eine bestimmte Nummer wählen, um Festnetzanschlüsse zu erreichen?
Nein, das Telefonieren über VoIP funktioniert genauso wie im Festnetz. Hörer abheben, Rufnummer wählen, telefonieren.

Was kostet es, wenn ich aus dem Festnetz angerufen werde?
Es gibt keine versteckten Mehrkosten. Die SIP-Provider vergeben Rufnummern mit einer normalen Festnetzvorwahl. Der Anrufer zahlt für das Gespräch genausoviel wie bei einer Verbindung zu einem Festnetzanschluss in diesem Vorwahlkreis.

 

Kann ich meinen Telefonanschluss jetzt abmelden?
Nein, denn derzeit sind noch nicht alle Verbindungen ins Festnetz über VoIP möglich. Das betrifft vor allem kostenpflichtige Servicerufnummern.
Darüber hinaus schreibt die Regulierungsbehörde derzeit noch vor, dass Notrufe über das Festnetz gehen müssen!
Daher sollten die Endgeräte auch möglichst beide Anschlüsse unterstützen, wie z.B. die
VoIP-Produkte von AVM.

 

Ich habe einen DSL-Volumentarif. Wieviel Gespräche kann ich führen, ohne das Volumen zu überschreiten?
Das lässt sich einfach ausrechnen. Ein VoIP-Gespräch in ISDN-Qualität benötigt rund 10 kByte/s im Up- und Download.
Daraus ergibt sich ein Volumen von 1,2 MB pro Minute und 72 MB pro Stunde.
Bei einem 5 GB-Tarif könnte man somit rund 25 Stunden über VoIP telefonieren und hätte immer noch 3 GB für Surfen, E-Mail etc. übrig.
Bei normaler Nutzung kann ein Volumentarif also völlig ausreichen. Für Viel-Surfer und Viel- Telefonierer empfiehlt sich eine Flatrate

 

Die AVM-Lösung für VoIP heißt FRITZ!Box Fon.
In ihren verschiedenen Ausprägungen bietet sie alles, was Ihre Kunden brauchen: vom Internetzugang bis zur Telefonie übers Internet.
Für größtmögliche Flexibilität und einfachsten Einsatz verfolgt die
FRITZ!Box Fon ein einfaches Konzept:
 

Die FRITZ!Box Fon-Produktfamilie bietet eine Vielzahl von Vorteilen, von denen Sie und Ihre Kunden profitieren.
 

• Einfachste Bedienung für problemlosen Einsatz

• Umfangreiche Anschlussmöglichkeiten für flexiblen Einsatz

• Bandbreitenmanagement für schnelles Surfen und
beste Sprachqualität im Internet

• Sicherheit dank Firewall und Zugriffskontrolle

• Kostenlose Hotline und 5 Jahre Garantie

• Überzeugende Qualität und Leistung

 

 

 

 

 

Software

Fritz Box Fon WLAN Update

KEN 3   Vers.3.00.80

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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